Familienrekonstruktion / Familienstellen – Wozu?
In den Jahren unserer Erfahrungen mit Familienstellen erleben wir mit Freude, dass
Menschen sich auf den Weg machen, gerade in diesem Seminar neue Impulse für Antworten,
Wahrnehmungen und die persönliche Annahme finden.
Heilung, Wandel, Erweiterung, Bereicherung werden dadurch angeregt, Lebensthemen
wie Schuld, Versagen, Vertrauen, eigene Lebendigkeit, Sinnfindung werden genauso
berührt.
Den Zugang zu einer Urliebe als Fundament – so ersehnt und erhofft, verdrängt und
bezweifelt – lässt sich neu wahrnehmen und wird dadurch auch wieder erlebbar.
Wir vertrauen darauf, dass sich in jedem, der daran teilnimmt, etwas in seiner Zeit zu
einem erfüllten Leben bewegt, denn genau so ist das Leben gemeint: als Geschenk.
Die Grundlagen des Familienstellens und systemischer Gestaltarbeit
- Das Ursprungssystem Familie, in das wir hineingeboren werden, hat über Generationen eine oft unbewusste Wirkung auf die Lebensgestaltung des Einzelnen.
- Die Familie ist das erste Beziehungssystem, mit dem wir schon als Kind in Berührung kommen. Das Kind macht dort prägende Erfahrungen, welche es auf seine ganz individuelle Weise für sich interpretiert.
- Um sein Grundbedürfnis nach Zugehörigkeit zum Familiensystem und auch Angenommen-Sein zu befriedigen, kreiert das Kind – durch seine eigenen Interpretationen unbewusst gesteuert – einschränkende und oft destruktive Verhaltensmuster.
- Das Bedürfnis nach Angenommen-Sein und Liebe des Kindes geht oft sogar so weit, dass es selbst Krankheitsanteile und Fremdgefühle von Familienmitgliedern unbewusst übernimmt und für das System austrägt.
- Das Erwachsen-Werden verringert keineswegs die Wirkung der erfahrenen Beziehungsmuster und der damit verbundenen Überzeugungen aus unserer Kindheit. Selbst wenn die Gegenwart die Dimension ist, in der wir physisch leben, so hat die Vergangenheit doch genügend Macht, die Gegenwart zu bestimmen, indem wir weiterhin die gelernten Muster wiederholen.
Ziele des Familienstellens und systemischer Gestaltarbeit
- Durch Aufstellung des Familiensystems mit Hilfe von Stellvertretern (räumliche Darstellung der Beziehungsstrukturen der Familienmitglieder untereinander) werden Schicksalsbindungen deutlich sichtbar.
- Die Lösung aus diesen Schicksalsbindungen kann dadurch erreicht werden, dass durch Umstellung des Beziehungsbildes im Außen sich ebenso die inneren Bilder mit den dazugehörigen Deutungen und den Empfindungen wandeln.
- So wird es möglich, den eigenen Platz im System zu finden und auch zu erfahren und damit Zugang zu den Ressourcen zu bekommen, die die Familie in sich birgt, um sie für unseren eigenen Weg in Freiheit zu nutzen.
- Diese neu erfahrenen Ressourcen setzen Energien frei für alle gegenwärtigen Beziehungssysteme wie Gegenwartsfamilie, Partnerschaft und Beruf sowie auch die ganz persönliche Beziehung zu sich selbst.
- Mit dem daraus gewonnenen Zugang zu unseren eigenen Potentialen eröffnen sich viele Wahlmöglichkeiten, Verhaltensmuster ganz neu zu kreieren, um dem Eigenen, Besonderen in der Zukunft nachgehen zu können, ohne dass dann das Frühere belastet und einholt. So kann Familienstellen entscheidend zu Schicksals-Lösungen beitragen.
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